Sie sind hier: Bewegte Kita → Bewegte Krippe → ÖFFnung nach Ausserhalb
Teilbereiche der bewegten Krippe
Öffnung nach Außerhalb
Die Öffnung der Kindertageseinrichtungen für die Lernumgebung kann in zweifacher Hinsicht erfolgen: Die Kinderkrippe öffnet selbst ihre Türen für andere Kinder und Erwachsene aus dem Umfeld. Zum anderen überschreitet die Einrichtung ihre räumlichen Grenzen, geht als Institution nach außen und kooperiert mit Partnern. Diese Öffnung der Kinderkrippe ermöglicht:
- eine größere Vielfalt an Erfahrungen sowie neue Bewegungssituationen
- die Präsentation der pädagogischen Arbeit in der Öffentlichkeit
- ein sichtbares quantitatives und qualitatives Mehr an Bewegungsaktivitäten durch die Kooperation mit den Elternhäusern und entsprechenden Institutionen
Nach der Nutzung von Bewegungsräumen außerhalb der Einrichtung wird nachfolgend unter Kooperationen genauer eingegangen auf die Zusammenarbeit mit den Familien und auf die gesellschaftliche Integration.
Öffnung nach Außerhalb
| Nutzung von Bewegungsräumen außerhalb | Zusammenarbeit mit den Familien | Gesellschaftliche Intergration |
Bewegungsideen
Nutzung von Bewegungsräumen außerhalb
Spielformen zur Koordinationsschulung bei Spaziergängen
- auf schmalen oder unebenen (bergauf, bergab) Waldwegen und Pfaden gehen/laufen
- mit und gegen den Wind gehen/laufen
- auf einer gezogenen Linie im Wald gehen, Pfützen oder Bäume umlaufen
- durch das Gras der Wiesen kriechen
- auf kleine Erhöhungen, Mauern, Steintreppen und festliegende Baumstämme steigen
- über kleine Hindernisse (Stöcke, Äste, Wurzeln, Pfützen) steigen/springen
- auf niedrigen Kanten balancieren
- Bewegungen nachmachen (in die Hocke gehen, Klatschen, durch die Beine schauen)
- kleine Steine in Gewässer werfen
- Eicheln, Bucheckern, Kastanien auf verschiedene Ziele werfen (in eine Pfütze bzw. Vertiefung oder in eine aufgemalte Form, gegen Bäume, über Sträucher), Entfernung variieren
- Kastanien oder Walnüsse rollen (zu einem Ziel)
- Tiere (Eichhörnchen, Vögel, Frösche, Hasen, Grashüpfer u. a.) beobachten und Bewegungen nachahmen
- Laubschlacht durchführen (mit Laubblättern werfen, sich auf Laubhaufen legen)
- Schneespuren legen und ihnen folgen, Schneebälle formen und werfen
Zusammenarbeit mit den Familien
Zusammenarbeit
Eltern, Großeltern, Geschwister, die regelmäßige Bewegungsaktivitäten in ihr Lebensregime einbeziehen, sind das beste Beispiel für Erhalt und Vertiefung der Bewegungsfreude ihrer Kinder. Denn die Familien prägen entscheidend Denkweisen, Einstellungen, Gefühle und Handlungsaktivitäten – auch bezogen auf den Körper und dessen Bewegungen. Deshalb ist eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern, aber wenn möglich auch den Großeltern und weiteren Familienmitgliedern, für Kindertageseinrichtungen wichtig. Dadurch kann auch eine bessere Identifikation mit der Einrichtung erreicht werden, was die Kooperation unterstützt.
Kennlernspiele für den Elternabend: Das sind wir!
- Material: von jedem Kind ein Foto, evtl. Flipchart mit den Kennlernfragen
- Idee: Viele Eltern kennen meist nur die Kinder. Bei dieser Vorstellungsrunde können sie dem Kindergesicht auch die jeweiligen Eltern zuordnen. Die Eltern sitzen im Stuhlkreis. Die Fotos liegen in der Mitte (oder am Lieblingsplatz des Kindes und die Eltern sollen das Foto ihres Kindes erst finden). Die Eltern stellen sich und ihr Kind nacheinander vor, z. B.:
Ich heiße __ . Das ist unsere Tochter/Sohn __ und sie/er ist jetzt __ Monate/Jahre alt. Besonders stolz macht mich gerade, dass sie/er __ .
(Krippner, 2010)
Gemeinsamer Eltern-Kind-Spaziergang: Ideensplitter für Spiele in der Natur:
Zu einer günstigen Abholzeit (oder am Sonnabend) treffen sich Eltern und Kinder zu einem gemeinsamen Spaziergang in die Umgebung der Krippe. Kleine Teilstrecken können in unterschiedlichen Fortbewegungen zurückgelegt werden (gehen, laufen, hüpfen usw.).
- Mit Tannzapfen, Kastanien, Eicheln u. a. nach unterschiedlichen Zielen werfen
- Bewegungsparcours mit Unterstützung der Eltern absolvieren (Bäume umlaufen, durch Hindernisse kriechen, kleine Abstände überspringen, auf Gehwegplatten hüpfen, auf Steinkanten/über Baumstämme balancieren, an Ästen o. Ä. sich hochziehen u. a.
- Wenn möglich einen Spielplatz besuchen
- Die Natur beobachten
Gesellschaftliche Integration
Gemeinschaftliche Einrichtungen
Krippe und Kindergarten sind in der Regel in gemeinschaftlichen Einrichtungen zusammengeführt. Diese räumliche Nähe muss aber auch bei Bewegungsanlässen mit Leben erfüllt werden.
Ideen aus Kindertageseinrichtungen:
- Gemeinsames Spielen und Bewegen während des Früh- und Spätdienstes, auf den Fluren u. a.
- Zu Besuch in einer Kindergartengruppe
- Wir gratulieren im Kindergarten zu Geburtstagen
- Gemeinsame Feste (Hexenfest, Wasserfest, Tanzfest u. a.)
- Sporttag in der Kita (oder an einer Sportstätte im Wohnort)
- Fasching in der gesamten Kita
- Kindergarten-Rallye
- Gemeinsame Bewegungsstunden (Krippenkinder mit Paten aus dem Vorschulbereich)
Kommunikation zwischen Krippe/Kindergarten und Kindertagespflege
Durch Kommunikation zwischen Krippe/Kindergarten und den Tagespflegepersonen kann der Übergang in eine Kindertageseinrichtung für die etwa Dreijährigen gut vorbereitet und damit erleichtert werden.
Ideensammlung für Kommunikationsmöglichkeiten:
- Besuch einer Kindertageseinrichtung und gemeinsames Spielen mit den älteren Krippenkindern sowie den Jüngeren im Kindergarten, Erproben der Bewegungsräume und -geräte
- Teilnahme an einem Spielfest o. Ä. in der Kindertageseinrichtung
- Treffen auf einem räumlich nahegelegenen Kleinkinderspielplatz und gemeinsames Spielen
- kurz vor dem Wechsel Besuch der Einrichtung als Gastkind für einen Tag pro Woche (extra Vertrag)
- Wichtig sind Gespräche zwischen Erzieherinnen und Tagespflegepersonen über die persönliche Entwicklung der Kinder, die in die Einrichtung kommen werden und natürlich über das Thema Bewegung – Gemeinsamkeiten verbinden und helfen, Abgrenzungen zu überwinden.
Ergänzungen: Kooperationen mit weiteren Kindertageseinrichtungen, mit Sportvereinen und anderen Institutionen (Krankenkassen, Volkssolidarität, Physiotherapie, privaten Initiatoren für Bewegungsangebote u. a.)

